In Zeiten der Multi-Kulti-Gesellschaft, in denen die ganze Welt in einem Kochtopf zu brodeln scheint, werden wir natürlich auch multikultureller. Ich frage oftmals Freunde oder Bekannte, was sie denn so jeden Tag essen. Meist wird mir als Antwort gegeben, dass sie eben typisch deutsch oder eben "allgemein" essen würden. Bei der Frage nachhakend, bekomme ich dann immer den Speiseplan von 1 bis 2 Wochen offeriert. Im Querschnitt sieht das so aus:
Montag: Schafskäsesalat, Dienstag: Pizza, Mittwoch: Sushi, Donnerstag: Döner, Freitag: gegrillter Fisch, Samstag: Käsefondue, Sonntag: Schweinebraten, Montag: Pasta, Dienstag: Geschnetzeltes, Mittwoch: Curry, Donnerstag: Fajitas, Freitag: Tapas, Samstag: Chili con Carne und Sonntag: Coq au Vin.
Genauso sieht unsere deutsche Küche und unser Essverhalten aus. Wir haben ja das Angebot und die Auswahl, so dass wir sogar Curry und Pasta als "deutsches Heimspiel" empfinden. Ich finde das wunderbar. Abends, wenn ich zum Essengehen verabredet bin, stellt sich im Vorfeld die Diskussionsfrage: "Griechisch, Italienisch, Thai, Chinesisch, Spanisch oder allgemein? Oder sollten wir den Kubaner oder die Mongolen ausprobieren?"
Es wäre doch schön und absolut wünschenswert, wenn sich alle so verstehen würden wie beim Essen am Tisch. Guten Appetit.
Was immer Sie damit assoziieren mögen - ich denke dabei an etwas Süßes und vor allem im Bereich "zart" an einen "Mundfopper". Versuchung macht ja nur Spaß, wenn man nicht alles bekommt. Sozusagen naschen darf und dann gibt es nichts mehr. Mich erinnert das immer an meine Großmutter: Sie war Gastwirtin und als sehr gute Köchin bekannt. In den Jahren meiner Ausbildung zur Köchin fragte ich Sie mal um ihr spezielles Geheimnis. Sie sagte: "Weißt du, du darfst den Gästen immer nur soviel geben, dass sie nicht ganz satt sind. Sie gehen dann mit kleinen Gelüsten nach Hause, weil sie ja nicht "übersättigt" worden sind. Sie spüren immer noch den Appetit nach der Speise auf dem Gaumen und der Zunge. Und das ist u. a. das Geheimnis".
Recht hatte meine Großmutter. Nur wenn man nicht alles kriegt, regt sich die Sehnsucht nach mehr. Also werde ich die zarte Versuchung weiterhin betreiben: Ein Stückchen Schokolade und den Rest im Tresor verschließen. Der "Hieper", die Gelüste bleiben - und das ist gut so.
Vor einigen Tagen habe ich versprochen, dass ich auch zum Thema "Schwarz" ein Menü zusammen stellen werde. Doch - wann wählt man die Farbe Schwarz? Zum Thema Lust, Tiefgründigkeit, Begierde, Mystik, Geheimnis und Verführung? Ich meine schwarze Wäsche, von BH, Negligé bis hin zu schwarzer Bettwäsche haben was Verführerisches. Es wirkt ganz anders als die Farbe rot! Es verleiht sogar mehr Eleganz und mehr Klasse. Allerdings sollte die Farbe schwarz dezent kombiniert werden. Am besten mit der Farbe weiß.
Weiße Tischdecken, weißes Geschirr mit weißen Tulpen oder Nelken. Dazu schwarzes Besteck (habe ich!), schwarze Weinkelche (habe ich) und schwarze Stoffservietten. Bei asiatischem Geschirr sieht es sehr hübsch aus, wenn die schwarzen Essstäbchen auf den Schalen liegen.
Als Vorpeise wähle ich ein Risotto mit einer Mischung aus Arborio-Reis und schwarzem Reis. Zum Hauptgang gibt es schwarze Nudeln mit Garnelen. Als Dessert ein Mousse au Chocolat mit Whisky. Die Krönung wären natürlich schwarze Trüffeln zum Risotto, aber die Saison ist vorbei. Und aus dem Glas oder der Dose nehme ich keine. Espresso. Pralinen und dunkler, fast schwarzer Sherry "Pedro Ximinez" sind das I-Tüpfelchen für den "schwarzen Abend". Ach, bei Grün und Gelb fällt mir auch was ein.
Wer passt zu wem? Gibt es ideale Partner? Sind Ergänzungen das Geheimnis der Beziehung? Oder Harmonie durch und durch? Das wahre Leben macht auch vor der Küche keinen Halt: Hier verbünden sich Partner, die ohne einander gar nicht könnten! Salz ohne Pfeffer? Pfeffer ohne Salz? Essig ohne Öl? Öl ohne Essig? Sollte man diese klassischen Liebespaare trennen? Sicherlich nicht. Aber es gibt kulinarische Paare, die nicht das gleiche geben, sondern sich in der Dominanz outen. Kartoffelschnee und Kaviar? Wer ist hier der Hauptdarsteller? Fisch und Zitrone? Aber auch hier schlägt das Leben erbarmungslos zu: Manche Partner brauchen einen dominanten Partner, es ist wie ein Lebenselexier, das den schwächeren stärker macht.
Warum ich über dieses Thema sinniere? Weil ich mich frage, ob Liebespaare auch in der Kulinarik denselben Geschmack haben sollten? Was tun, wenn der eine Käse über alles liebt und der andere schon vom Geruch grün im Gesicht wird? Wenn der eine sich nur von Eiweiß ernährt, Fleisch und Fisch pur und der Partner ein grünes Pflänzchen ist? Mein Fazit: All zu viele Verschiedenheiten sollte es bei einem Liebespärchen nicht geben. Denn ich möchte gerne meinem Partner meine "mich beglückenden" Speisen in den Mund schieben können, um mit ihm die Freude des Genusses zu teilen. Wie ist Ihre Erfahrung?
Natürlich hat die Lust mit erfreulichen Dingen zu tun. Ich würde nicht sagen, dass ich Lust auf den Abwasch, auf den Arztbesuch oder auf meine Rechnungsbriefe habe. Nee - Lust hat mit Freuden zu tun. Lust auf Essen, auf einen Flirt, auf den Partner, auf Theater oder auf Nichtstun.
Okay, sondieren wir erst einmal das "Gelände". Was könnte es heute sein? Der Partner? Gut, dann die Frage: "Haben wir Lust auf ihn und wollen wir die Lust schüren und sogar untermalen?" Partner tut gut mit Zeit, mit Essen, mit gutem Wein und guter Musik. Sollen wir ihn mal überraschen? Wäre ja auch mal schön, eine andere Seite zu zeigen oder aufzuziehen?! Ich z. B. habe heute Lust, dem Essen, das ich kochen werde, ein Motto zu geben. Nachdem ich mich heute so für die Farbe rot begeistere, werde ich dieses Motto wählen: Rote Tischdecke, rote Kerzen, rotes Besteck (hab ich sogar), rote Servietten. Dazu weiße Glassteine auf dem Tisch verteilt und weiße Teller. Das Menü werde ich folgendermaßen gestalten: Rindercarpaccio mit getrockneten Tomaten, Tomatensüppchen, gegrillter Radicchio mit Rotbarbe (okay, das Fischfleisch ist weiß), heiße Himbeeren auf Vanilleeis (oder Erdbeereis?). Dazu gibt es einen "Testa Rossa" (Champagner mit Himbeermark) und eine Flasche schönen Bordeaux. Naja, weiter geht es dann mit rotem Negligé, roter Bettwäsche und sanftem Eröten. Dann ist aber genug mit Rot. Morgen habe ich vielleicht Lust auf Schwarz! Neugierig, was mir essensmäßig dazu einfällt? Ich auch!
Das sind Fragen, die individuell und je nach Gelüsten entschieden werden müssen ... Und zwar im
Ristorante Machiavelli. Ein ideales Plätzchen für die Zweisamkeit, die inniglich auf den roten Sofas Platz nehmen kann und erwünschterweise in den tiefen Polstern zusammen rutscht.
Unter
www.machiavelli-berlin.de können Sie den "kleinen Italiener" begutachten, der zwar viele Plätze zur Verfügung hat, aber doch einen sehr intimen Charakter ausstrahlt. Gerade bei Dates wählt man ja fast immer ein italienisches Restaurant. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Italien mit Romantik pur verbunden wird. Alleine schon die Namen zergehen auf der Zunge: Pasta, Focaccia, Caramelle al Fagiano e uvette (Bonbonnudeln mit Fasan-Rosinenfülung in Rosmarinsauce), Caccicucco (köstliche Fischsuppe) oder Mozzarella. Die "kleinen Sünden" sind köstliche Datteln gefüllt mit Gorgonzola und die "große Sünde" besteht aus süßen Schlemmereien. Dazu ein Glas sizilianischer Weißwein "Regaleali Bianco" und die italophile Seite zeigt sich von ihrer schönsten Seite.
Jedes Mal wieder, wenn ich eine Shortmessage - manchmal auch zu unmöglichen Tag- oder Nachtzeiten - verschicke, denke ich mir: "Was haben wir bloß früher ohne Handy gemacht?" Wir haben uns öfter verfehlt, wir haben weniger über Hilfsmittel wie das Telefon kommunziert, wir haben uns nicht jeden spontanen Gedanken mitteilen können, wir sind oft nicht abgeholt worden, aber irgendwie haben wir das alle überstanden.
Heutzutage stürzen die Menschen aus dem Flieger oder dem Zug, überall piept das "Onlinesein", nur um mitzuteilen, dass man angekommen sei. Es ist interessant, zu beobachten, wie mitteilungsbedürftig wir durch das Handy geworden sind. Meinen Freundinnen simse ich regelmäßig, dass ich an sie denke, meinen Freunden simse ich zwischendurch Erinnerungen an gewisse Termine und manchmal ertappe ich mich, dass ich mir denke: "SMS is the temptation to make nonsense". Aber - für neue Bekanntschaften, für die Vertiefung von Flirts, das Verfestigen von Affären oder möglichen Beziehungen sind die Handys als "Flirtline" unschlagbar: Der Gute-Nacht-Kuss, der Guten-Morgen-Kuss, der Zwischendurch-Kuss, der Mittags-Kuss, die stündlichen Küsse, hübsch verpackt in Worte - das sind die streichelnden Seelenanmacher, die das Blut in Wallung bringen können.
Für den Fall, dass Ihnen beim Simsen einmal die Worte fehlen, empfehle ich Ihnen mein neues Büchlein "
SMS for Lovers" (Storia Verlag). Garantiert amüsant zu lesen und auch als Schatzkästlein für geliehene SMS-Sprüche sehr gut zu gebrauchen.
Eigentlich stammt die Grundidee aus der Serie "
Sex and the City". Da gab es doch die Folge, in der Charlotte eine Party unter dem Motto veranstaltete, dass jede Frau einen Mann mitnehmen sollte, an dem sie nicht mehr interessiert ist. Sozusagen, um die Kontaktbörse für die anderen Mädels aufzubauen, die ja an den "Exen" Interesse haben könnten. Mich hat die Idee dazu inspiriert, bei regelmäßigen Abendessen, die ich veranstalte, meinen Freunden zu sagen: "Jeder oder Jede soll bitte einen Menschen mitnehmen, den ich nicht kenne und der in unsere Runde passen könnte".
Ich praktiziere das noch nicht lange, aber es war eine hervorragende Idee. Unsere Runde ist jedesmal mit außergewöhnlichen Menschen gespickt, die nun nicht unbedingt Journalisten sind. Und das ist gut so. Denn nun reden wir auch über Kunst, Kultur, Politik, je nachdem, in welchen Bereichen sie arbeiten - und wir haben mal anderen Gesprächsstoff als Slow Food, Food Watch, Food Editor Club, Spitzenköche, innovative Restaurants und die Frage, ob Puteneier besser schmecken als Hühnereier.
Probieren Sie es auch mal aus, Sie können nur profitieren.