Dienstag, 31. Oktober 2017

"Jamie´s Italian" - neues Restaurant von Jamie Oliver in Wien

„We are open“: Gastro-Hotspot „Jamie’s Italian“ eröffnet morgen offiziell!
Das lange Warten hat ein Ende: Heute am Dienstag, 31. Oktober 2017, eröffnet das erste „Jamie’s Italian“ im deutschsprachigen Raum endlich seine Pforten. In monatelanger Feinarbeit wurde das Restaurant am Wiener Dr.-Karl-Lueger-Platz 5 liebevoll und sehr hochwertig renoviert und bietet so das perfekte Umfeld für „Jamie’s Italian“.
Auf zwei Etagen sowie einer großzügig bemessenen Terrasse können bis zu 150 Gäste die traditionellen italienischen Gerichte mit dem einzigartigen Jamie Twist genießen. Insgesamt 80 Mitarbeiter kümmern sich im neuen Hotspot in der Wiener Innenstadt um das Wohl der Gäste. Als Küchenchef konnte David Svarc gewonnen werden, der zuvor schon im Sofitel Vienna sowie im Tian den perfekten Umgang mit sorgfältig ausgewählten Top-Produkten unter Beweis gestellt hatte.

„Jamie’s Italian“ in Wien – Qualität, die auch leistbar ist
Jamie Oliver tritt mit seinen Jamie’s Italian Restaurants weltweit den Beweis an, dass gesunde Küche auch leistbar sein kann. Die Anforderungen an Zutaten und Lieferanten sind hoch – die Preise moderat.
Jamie’s Italian Restaurants sollen für jedermann zugänglich sein. Dazu trägt auch das Buchungssystem bei: So können stets nur 30 Prozent der Tische vorreserviert werden. Die restlichen werden nach dem walk-in Prinzip vergeben. Mit seinem italienischen Mentor, dem Profikoch Gennaro Contaldo, eröffnete Jamie Oliver sein erstes „Jamie´s Italian“ 2008 in Oxford, mittlerweile sind es 80 weltweit. Die Idee war, Gerichte in gemütlichem Ambiente zu servieren, die die beiden Profis seit ihrer Kindheit lieben.

Der britische Starkoch zum Konzept von „Jamie´s Italian“: „Das Großartige an Jamie´s Italian ist, wenn es wirklich gut und vor allem richtig läuft, dann fühlt man sich, als wäre man bei einem Freund zu Gast. Man muss sich nicht sonderlich anziehen, es ist egal, wie man hinkommt, man fühlt sich wohl und bekommt qualitativ hochwertiges Essen zu leistbaren Preisen. Ich glaube, dass Jamie´s Italian in Wien wirklich gut funktionieren wird.“ In Wien war er übrigens schon einige Male, und liebt die Stadt. Vor allem schätzt er die Mehlspeisen- und Kaffeehauskultur.
Erstes „Jamie’s Italian“ im deutschsprachigen Raum
„Mein erstes Lokal außerhalb von Ungarn wollte ich unbedingt in Wien eröffnen“, erklärt Roy Zsidai, der „Jamie’s Italian“ nach Österreich brachte. Der ungarische Gastronom, der drei Jahre lang in Wien gelebt hat, betreibt mit seiner Familie insgesamt zwölf Restaurants, unter anderem das „Jamie’s Italian“ in Budapest – das erste, welches in Mitteleuropa eröffnet wurde, und mittlerweile so erfolgreich, dass Zsidai in London vor Vertretern aller 60 „Jamie´s Italian“ Restaurants referieren darf. Die Zsidai Gastronomy Group blickt auf 35 Jahre Erfahrung in Gastronomie und Hotellerie zurück, in der ungarischen Hauptstadt betreibt sie zahlreiche Restaurants, Cafés, Bars, Pubs sowie zwei Boutique Hotels. Darüber hinaus ist die Gruppe auch Partner der Kempinski Hotels und bespielt mit dem Opera Café sowie der Feszty Bar die Gastronomie an der Budapester Oper. http://www.zsidai.com


Über Jamie’s Italian
Das erste Jamie’s Italian eröffnete Jamie Oliver gemeinsam mit seinem italienischen Mentor, dem Koch Gennaro Contaldo, 2008 in Oxford. Ziel war es, die Gerichte zu servieren, die sie seit ihrer Kindheit lieben und die beide seit jeher inspirieren. Mittlerweile gibt es weltweit bereits über 50 Jamie’s Italian Restaurants. Mit dem Jamie’s Italian Wien eröffnet das erste im deutschsprachigen Raum. Es handelt sich bei Jamie’s Italian um individuelle Depandancen, die jeweils von sorgfältig ausgewählten lokalen Betreibern liebevoll gestaltet und geführt werden.
Alle Infos unter: http://www.jamieoliver.com/italian

Über die Zsidai Gastronomy Group
Die Zsidai Gastronomy Group feiert nach der erfolgreichen Premiere in Budapest bereits die zweite Jamie’s Italian Eröffnung. Das Familienunternehmen blickt auf 33 Jahre Erfahrung in Gastronomie & Hotellerie zurück und betreibt mehrere Restaurants, Cafes, Bars, Pubs sowie ein Boutique Hotel in Budapest. Die Zsidai Gastronomy Group ist auch Partner der Kempinski Hotels und betreibt mit dem Opera Café und der Feszty Bar die Gastronomie an der Oper in Budapest.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

La Premiata Ditta Weinbar in Berlin

La Premiata Ditta Weinbar
Im September 2017 eröffneten Giovanni Massaro und Antonio Percoco in der Kopenhagener Straße ihre Weinbar mit 40 Innenplätzen inklusive einer großen überdachten Terrasse. „Die kleine Schwester“ La Premiata Ditta am Weinbergsweg in Mitte ist seit 4 Jahren so erfolgreich, dass der Sprung in den Prenzlauer Berg schon vorweg gute „Start-Lorbeeren“ hatte.
Giovanni Massaro und Pino Bianco (Besitzer der Trattoria Muntagnola) stammen beide aus der italienischen Region Basilikata und kennen sich seit Jahren. „Kompliment, Kompliment“, sagt Pino beim freundschaftlichen Besuch zu Giovanni beim Mittagessen. Ob nun für den ausgewählten Standort, das behagliche Ambiente oder für die servierten Speisen: Mit Mozzarrella gefüllte Mortadellasäckchen „Fagottini“ auf Rucola, Gemüse „Ciambotta“, beträufelt mit geräucherter Mozzarrellamilch oder Shrimps umwickelt mit Lardo di Colonnata auf Kichererbsenmus. Alles war überraschend kombiniert, arrangiert und absolut köstlich. Beide scherzten über ihre lukanische Heimat und Küche und sagten übereinstimmend: „Wir hatten in unserer Kindheit nur Ceci, Kichererbsen jeden Tag“. Und Giovanni, der vormals in der Weinbar Al Contadino sotto le stelle als Restaurantleiter arbeitete, will auf der Basis seiner lukanischen Heimatküche kreative kulinarische Ausflüge mit ganz Italien kombinieren. So wie die schwarzen Spaghetti mit Meeresfrüchten, Gnocchetti mit Tomatensauce und Pesto – oder wie mein Favorit Tagliatelle mit Salsiccia, Pilzen und Käse. Dazu exzellente Weine von Nord- bis Süditalien, vor allem aus der Basilikata – und deutsches Tafelwasser. Denn wie sagte Giovanni: „Auch wenn ich viele „Premiata Ditta“ – also die besten italienischen Produkte(Firmen) importiere, habe ich ein gutes Gefühl, wenn nicht noch auch das Wasser tausende Kilometer weit gefahren werden muss“.

La Premiata Ditta Weinbar
Kopenhagener Straße 12 a
10437 Berlin
http://www.lapremiataditta.com/winebar/

Montag, 23. Oktober 2017

Kreuz + Kümmel Restaurant in Berlin

Der gebürtige Inder serviert Bistroküche, indisch inspiriert

Der Berliner Gastronom Chaitanya Singh eröffnet am 26. Oktober ab 18h mit Freunden und Nachbarn sein neues Bistro in der Christburger Straße in Prenzlauer Berg.

Serviert wird hausgemachte Bistroküche mit indischen Einflüssen. Chaitan Singh ist seit 25 Jahren in der Gastronomie tätig, hat mit Spitzenköchen gekocht und bringt auf die Karte, was er liebt. Verheiratet mit einer Deutschen, spielt er mit indischer und deutscher Identität. „Als Kind war ich zuhause in Indien kulinarisch sehr westlich geprägt. Hier in Deutschland entdecke ich indische Wurzeln. Quesadillas war das erste Gericht, was ich selbst zubereitet habe. Mein bester Kumpel ist Mexikaner, wir trinken gerne Patron Tequila und essen zusammen Quesadillas. Das gibt es auch bei mir, aber natürlich mit einem indischen Twist,“ sagt Singh. Gebürtig in Kalkutta liebt er auch Tiger-Prawn Malai Curry, in der indischen Hauptstadt des Street Food eine Delikatesse. Auch das gibt es im Kreuz + Kümmel. Oder Khitchari, indisches Comfort Food, das jedes Kind kennt. Das sind Reis und Linsen ganz weich gekocht. Aus dem berühmten indischen Gericht Chicken Tikka Masala hat Singh eine Quiche und Gnocchi gemacht. Auch Schweinebauch, sein absoluter Favorit aus seiner indischen Lieblingsstadt Goa, steht auf der Karte. Daraus kreierte Chaitan Singh Goas bekanntestes Gericht, Vindaloo. Er verbindet beliebte deutsche Speisen wie Pfannkuchen, Kartoffelstampf oder Knödel mit indischen Gewürzen.

Kreuz+Kümmel
Christburger Straße 12
10405 Berlin
http://www.kreuzundkuemmel.de

Freitag, 13. Oktober 2017

Kids basteln ihr eigenes Sushi im Sticks´n´Sushi in Berlin

Sticks’n’Sushi heißt einmal im Monat Kids ’n’ Sushi

Küchenchef Song Lee zeigt den jüngsten Köchen wie aus knackigem Gemüse und frischem Fisch ein typisch japanisches Gericht wird

Eltern und ihre Kinder gehören mittlerweile zu den Stammgästen im Sticks'n'Sushi. Denn auch die jungen Gäste lieben die Sushi, die sie sogar mit den Fingern essen können. Das Hantieren mit Essstäbchen ist bekanntlich nicht immer einfach. Kinder wollen auch beim Essen alles genau wissen. Sie erkennen bei einer Mahlzeit im Sticks'n'Sushi, welche Zutaten verwendet wurden und was alles in einer Sushi-Rolle steckt.

Was aber an Vorbereitung dahinter steckt, das erklärt Küchenchef Song Lee und sein Team den jungen Gästen einmal im Monat bei Kids ’n’ Sushi. Wie kocht man den Reis? Woher kommt der Sushi-Essig? Wie wird der Reis geformt? Wie wird das Gemüse so fein geschnitten? Woher kommt der Fisch und wie bleibt er frisch? Alle Fragen der Kinder werden in dem einstündigen Kurs beantwortet.

Mit Gleichaltrigen gemeinsam kochen? Das macht Spaß. Das haben die Kurse in Wimbledon und Birmingham gezeigt. Und so lernen die Kids in Berlin einmal im Monat, mit den kleinen Bastmatten Sushi zu rollen, die werden Hosomaki genannt. Oder die perfekten Nigiri herzustellen. Die kleinen Küchenchefs lernen – Schritt für Schritt – wie sie innerhalb kürzester Zeit einen japanischen Klassiker zubereiten können. Und ganz nebenbei erfahren sie ein wenig über die Kultur Nippons. Und auch, dass ausgewogene und gesunde Ernährung ganz einfach funktioniert.

Damit die ganze Familie einen kulinarischen Eindruck von japanischer Essenskultur bekommt, können die Eltern im Restaurant dabei sein und an der Bar einen Kaffee oder Tee genießen. Während die kleinen Köche die Sushis zubereiten, die sie zum Abschied in einer Bento-Box mit nach Hause nehmen können.

Termine: Die nächsten Kids ‚n’ Sushi Kurse finden statt am 29. Oktober, 12. November, 14. Januar, 11. Februar und 12. März jeweils um 11 Uhr im Sticks ’n’ Sushi, Potsdamer Straße 85, 10785 Berlin. Verkehrsverbindungen: U-Bhf. Kurfürstenstraße, M 48, M85. Anmeldung unter events@sicksnsushi.com. Kosten: 25 Euro pro Kind inklusive Getränke für die Eltern und die Kids. Alter: sechs bis 12 Jahre. Zahl der Teilnehmer: maximal 14, sodass jedes Kind die nötige Aufmerksamkeit erfährt. Termine unter http://www.sticksnsushi.berlin/events.html.

Freitag, 29. September 2017

Klare Silvester-Ansage von Billy Wagner - Nobelhart & Schmutzig Berlin

Silvester 2017/2018 ­
­
Was man wissen muss:

Wie jedes Jahr, weiß eh jeder, dass es an Silvester immer etwas mehr kostet; ist halt so, wenn auch die Amateure trinken wollen. Da platzt es halt überall aus allen Nähten und die Gastronomen stoßen sich nochmal so richtig gesund.

Wir nicht, bei uns war gut zu tun. Wir wollen einfach nur den geilen Scheiß aus Schellhorns (unser Sommelier) vollem Keller am letzten Tag des Jahres nach oben holen und ausschenken. Ein gereifter Jacquesson, was Altes von Martin Müllen von der Mosel, und ganz klar Barbacarlo aus der Lombardei stehen schon fest und sicher kommt auch was von der Rhone, aus dem Burgund, dem Jura oder der Loire …

Es ist nun unser drittes Silvester und in den ersten beiden Jahren haben wir Ihnen ein Menü ausgeschrieben, das dann der Micha Schäfer immer kurz vorher über Bord geschmissen hat, weil der Wagner immer ein Silvestermenü im August will. Und da der Schäfer aber nicht mal mit Gewissheit weiß, was er nächste Woche servieren soll, lassen wir das nun einfach. Kein Menü mehr, außer die Berliner mit der hausgemachten Marmelade von Katrin sind fix. Der Rest – bitte überraschen lassen.

Wie gehabt gibt es ein Menü von 10 Gängen, inklusive gefiltertem Brita-Wasser. Zusätzlich gibt es von Champagne Jacquesson die 734 Degorgement Tardif und eine Auswahl von Getränken – sieben an der Zahl – die Johannes Schellhorn 2017 bewegt haben.

Alles zusammen für happige 255,00 Euro pro Person.
Bevor es überhaupt richtig angefangen hat, sind wir am 31. Dezember um 23.00 Uhr mit allem durch. Also bitte planen Sie noch die Party danach. Startzeit ab 18.30, 19.00, 19.30, 20.00 Uhr.

Bitte teilen Sie uns Ihre Allergien oder Unverträglichkeiten mit. Sollten Sie unerklärlicher- oder erklärlicherweise keinen Alkohol trinken, bereiten wir Ihnen selbstverständlich eine alkoholfreie Begleitung zu.

Lassen Sie uns bitte wissen, wenn wir Ihnen eine Flasche Champagner & Gläser „to go“ vorbereiten dürfen, damit Sie das neue Jahr standesgemäß willkommen heißen können.


Grand Cru Brut Nature
Champagne Benoit Lahaye
Champagne, Frankreich
0,375 l zu 28,00 Euro
2 Gläser pro Flasche inklusive



Brut Reserve
Champagne Bereche et Fils
Champagne, Frankreich
0,75 l zu 44,00 Euro
2 Gläser pro Flasche inklusive


Da unsere Plätze begrenzt sind, möchten wir Sie bitten rechtzeitig unter +49(30)25940610 oder
dubist@nobelhartundschmutzig.com zu reservieren.

Für diese Veranstaltung erwarten wir Vorkasse per Überweisung. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir Ihre Reservierung aufgrund der streng limitierten Plätze erst nach Eingang der Zahlung als definitiv betrachten können.
Ihre
Nobelharten

Sonntag, 24. September 2017

Viele Wege führen nach Santiago de Compostela

In 3 Wochen „per pedes“ 314 Kilometer auf dem berühmten Pilgerweg „Camino francés“ – besser bekannt als Jakobsweg – von Leon bis Santiago de Compostela – und weitere 92 Kilometer nach Kap Finisterre, dem „Ende der Welt“.

„Der Jakobsweg beginnt vor der Haustür“, erzählt Thijs, der in Amsterdam gestartet ist, auch Jean aus Frankreich ist in Bordeaux losgegangen. Tatsächlich münden viele Jakobswege in Europa zu der nordspanischen Route „Camino francés“, die im französischen Dorf St-Jean-Pied-de-Port über die Pyrenäen in den spanischen Ort Roncavesvalles führt. Viele Pilger starten von hier aus den über 730 Kilometer langen Weg nach Santiago de Compostela. Doch die lange Zeit und die Kondition, die man dafür braucht, lässt viele Pilger ihren eigenen Startpunkt auf dem französischen Weg wählen. Ob nun von Pamplona, von Burgos – oder wie wir von Leon über Santiago bis zum Atlantik mit etwa 410 Kilometern. Entweder mit Pilger-App, mit verzeichneten Etappen in einem Handbuch oder ohne Plan, der gelbe Pfeil ist allgegenwärtig und kein Pilger geht verloren.
Auf den letzten 100 Kilometern vor Santiago wird es zunehmend voller. Denn wer in Santiago die begehrte Pilger-Urkunde erhalten will, muss mindestens die letzten 100 Kilometer zu Fuß (oder 200 Kilometer mit dem Fahrrad oder Pferd) unterwegs gewesen sein. Zudem ist der Nachweis mit 2 Stempeln pro Pilgertag im Pilgerpass vorzuzeigen, um in Santiago die begehrte Pilger-Urkunde zu bekommen. Alles, was über diese 100 km geht, ist individuell und zeitlich, jedem selbst überlassen.


Internationale Begegnungen
Bei der Registrierung in der Pilgerherberge ist man erstaunt, dass wir aus Deutschland sind. „Deutsche kommen sehr wenige im Juli und August, die kommen im Frühjahr und im Herbst“, sagt die Nonne und weist uns den Weg zum Schlafsaal. Ich bin nun das vierte Mal auf dem Jakobsweg - immer im Sommer - und genieße das nordspanische Wetter, das Temperaturen hat, wie Deutschland. Und nachmittags nach den teils anstrengenden Bergauf- und Bergabtouren zufrieden in der Sonne sitzen.
Viele Menschen, die ich auf dem Weg getroffen habe, sind nicht unbedingt religiös oder gar katholisch, sondern eher wissbegierig, kosmopolitisch und auch nachdenklich. Jeder von ihnen hat so seine eigenen Gründe, warum er das macht, ob nun aus Dankbarkeit für überstandene Lebensprüfungen oder geschürt von individuellen Problemen. Englisch war die Hauptsprache, denn vor allem Asiaten und Amerikaner haben den Weg entdeckt. Mir gefällt zudem, dass alle Altersgruppen vertreten sind, und Alt und Jung sich kontaktfreudig begegneten. Die Gespräche auf dem Weg oder in den Unterkünften sind Multi-Kulti, die Begegnungen sind überraschend und bieten viele Ein- und Aussichten über den eigenen Tellerrand zu schauen. Hinzu kommt die äußerst freundliche Art der Spanier, denn diese sind überzeugt, dass ihre helfende und zuvorkommende Art bestimmt einen Bonus beim Santo Santiago (Heiligen Jakob) bringt.

Jakobsweg „light“
Der große Rucksack mit 10 bis 12 kg ist neben dem langen Weg eine schwere Herausforderung. Dieses Mal wählte ich die leichte Variante und ließ den Rucksack von Ort zu Ort transportieren. Auch die Unterkünfte waren im Voraus reserviert, so dass der Druck ziemlich früh am nächsten Ort zu sein, um Quartier zu suchen, wich, und das Wandern stressfreier wurde. Mehr Zeit, um einfach mal an einem schönen Platz zu dösen, sich auf längere Mittagsgespräche einzulassen und den Sehenswürdigkeiten mehr Zeit zu schenken. Die Etappen waren zwischen 20 und 28 Kilometer pro Tag, für mich ein persönliches Limit, Füße und Gelenk schonend, anzukommen. Zu oft habe ich schon Pilger getroffen, die mit einer Selbstüberschätzung tagelang um die 40 bis 50 Kilometer gegangen sind – und humpelnd zu Ruhetagen oder sogar zum Abbruch gezwungen wurden.
Vielfach hört man, der Jakobsweg sei zu touristisch geworden, wobei ich das so nicht bestätigen kann. Beim Aufbruch morgens um 7 Uhr, früher ist es schwierig wegen der Dunkelheit, grüßt man Einzelne mit „Bon Camino“, aber ziemlich bald wird es auf dem Weg einsam. Ich habe mich oft gefragt, wo alle sind. Im nächsten Ort sind auch alle in Herbergen, Klöstern und Hotels aufgeräumt, beim Essen oder beim Ortsrundgang begegnete man dann wieder vielen bekannten Mit-Pilgern. Wer Ruhe und Einsamkeit auf dem Weg sucht, findet sie. Viele zelten, gehen auch etwas abseits vom Pfad oder verbringen abgeschirmt in Klöstern ihre (Ruhe)Zeit. Doch manchmal stören auch nachts in Herbergen (Hostel) grölende Radfahrer, die kein Ende finden und den Pilgern die wohl verdiente Nachtruhe rauben.

„Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ (Laotse)
Der 1. Tag ist nicht einfach. Entweder geht man zu euphorisch los, holt sich gleich die ersten Blessuren – oder ist, wie ich war, zu blockiert zum in Bewegung setzen, weil diese respektvolle Strecke vermeintlich vom Kopf her nicht zu schaffen ist. Doch sobald der eigene Rhythmus gefunden ist, manche Gedanken-Querschläger eliminiert werden, der Blick auf Sonnenblumen-, Weizen- und Maisfelder verweilt, kehrt Ruhe ein. Der kleine Rucksack fühlt sich federleicht an, gesunder Appetit durch die teils An- und Überanstrengung meldet sich und das Wasser von den (Pilger)Brunnen schmeckt einfach noch besser. In den kommenden Wochen drehen sich die Gedanken ausschließlich um elementare Dinge wie Kondition, Schlafen, viel Trinken und gut essen, denn die Spanier sagen: „Con pan y vino se anda el camino“ - mit Brot und Wein gehst du den Weg. Und angekommen in Santiago, war klar, dass der WEG das Ziel war. In Finisterre verbrannte ich nicht die Schuhe, denn die brauche ich noch für das nächste Ziel: Den portugiesischen Weg von Porto nach Santiago de Compostela.

Montag, 28. August 2017

ItaliaFestival Berlin 2017 - "La Dolce Vita" in der URANIA

Das ItaliaFestival Berlin 2017 bietet Kunst, Kultur, Lebensart, Design „La dolce vita“ zu Gast in der URANIA: Über 100 Künstler live dabei

Am 9. und 10. September 2017 präsentiert das ItaliaFestival Berlin in der URANIA aus den Bereichen Kunst, Kultur, Lebensart, Design und Tourismus die künstlerische und kulturelle Vielfalt Italiens.
Auf 4 Ebenen präsentiert sich das beliebte Land am Mittelmeer, das einstmals schon Goethe faszinierte: „Benvenuti in Italia!“ (EG), „Design, Fashion & Viaggiare“ (1. OG), „Gastronomia, Vini & Gusto“ (2.OG) sowie „Arte e Cultura“ (3. OG).

In 2 Konzertsälen zeigen über 100 Künstler auf 2 Bühnen 36 Stunden lang ein Non-Stop-Live-Programm, mit musikalischen Darbietungen aus Klassik, italienischer Barockmusik, Pop und Jazz, neapolitanischer Musik bis zu Tamburello, Pizzica, Tanz, Lesungen, Theater und Modenschau.
Highlights sind die Auftritte von Aleandro Mariani (Tenor), Benedetta Torre (Soprano) und Davide Cavalli (Pianist) vom Ravenna Festival.
Auch die Società Dante Alighieri Berlin ist mit einem Sprachkurs sowie den Puccini’s Toasters – einer Pop-up Oper – und „Dantesque“ mit der Performance „Göttliche Komödie“ vertreten.

Zu den Künstlern zählen Rachelina & die Maccheronies – und der
Kinderchor „I Birichini“, I Rossjano, La Meraviglia, Lucia Tanganelli & Elena Giampaoli, das Cielo Faccio Orkestar, der Coro Italiano, Silvio Talamo, Edda Biasia, I Pizzicati Berlin, Alfonso Cassella, Beatrice Paola Ruffini, Veronica Pellicano, Adriano Mottola, Petra Fantozzi, Kamaduka, elaluna, Cosima Santoro, Roberta Laguardia aus der Basilicata, Marinafon sowie Fulvio Pinna, Luigi Manca, Arturo Pini, Francesco Petrollo und das „Italian Film Festival Berlin“.

150 Aussteller präsentieren auf vier Ebenen die Bandbreite Italiens von kulinarischen Angeboten wie Bio-Pasta und Bio-Olivenölen, Käse, Salsiccia, Honig, Marmeladen, Senf, Oliven, selbstgemachtem Pesto, glutenfreiem Konfekt, Brot, Caffé, Bruschetta, Focaccia, bis zu erlesenen italienschen Weinen, Grappa, Bio-Fruchtsäften und dem beliebten italienischen Eis, dem „Gelato“.
Dazu werden Mode, Design, Kunst, Möbel, Accessoires, Schmuck und italienische Autos präsentiert.
In der „Italia Travel Lounge“ findet man außergewöhnliche Reiseangebote wie das tiefste Thermal-Tauchbecken der Welt im Hotel Terme Millepini (Montegrotto Terme) sowie aus Ravenna, Ischia und Neapel.
Es gibt zudem Mitmach-Angebote und italienische Sprach-Schnupperkurse sowie Kunst- und kreative Workshops wie venezianische Masken basteln (im Ticketpreis
enthalten).

Geöffnet ist das ItaliaFestival Berlin am Samstag, 09.09.2017 von 10.00 bis 20.00 Uhr und am Sonntag, 10.09.2017 von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Die Tageskarte kostet am Samstag EURO 15,00 und am Sonntag EURO 14,00, das Two-Day-Ticket EURO 26,00.
Erhältlich sind die Tickets im Vorverkauf an
allen Theaterkassen, an der URANIA-Kasse und online unter
http://www.italiafestival.de gegen Vorkasse.
Veranstaltungsort ist die zentral
in der City West gelegene URANIA, An der Urania 17,
10787 Berlin-Schöneberg zwischen dem KaDeWe und dem Botschaftsviertel.

Alle Infos unter: http://www.italiafestival.de

Dienstag, 4. Juli 2017

Kulinarische Neuigkeiten im Fürstentum Monaco

Monaco ist über die Landesgrenzen hinaus als Luxusdestination mit einer exquisiten Gourmetküche bekannt. Was sich in der Szene gerade tut? Einiges! Von Gästen, die sich in der Luft baumelnd Köstlichkeiten hingeben, dem ersten Michelin-Stern für ein Biorestaurant und dem Monaco Spritz …

Spitzenkulinarik in luftiger Höhe
Mit 360 Grad Ausblick auf das Fürstentum speisen Kulinarikliebhaber beim Dinner in the Sky Monte Carlo von 7. bis 16. Juli 2017. Zehn Tage lang kochen renommierte Köche vor den Augen der Gäste in 50 Metern Höhe – dafür hebt eine Gondel in Form einer großen Tafel mit 22 Sitzplätzen drei Mal täglich von der Terrasse des Casinos in Monte Carlo ab. Insgesamt 600 Gäste haben während des Veranstaltungszeitraums die Gelegenheit, zu ihrer Lieblingstageszeit – entweder am sonnigen Nachmittag für ein Lunch, für ein Dinner zum Sonnenuntergang oder am späten Abend unterm Sternenhimmel – mit Blick auf den Prinzenpalast, den Hafen und die eindrucksvolle Küstenlinie zu dinieren. Um das Wohl der Gäste kümmern sich prämierte Chefköche, mitunter Marcel Ravin aus dem Monte-Carlo Bay Hotel & Resort (ein Michelin-Stern), David Hemmerlé, Küchenchef des Four Seasons Hotel Moscow oder Benjamin Collombat aus dem Château de Berne Hotel (1 Michelin-Stern). Das Vier-Sterne-Hotel Monte-Carlo Bay sowie das mit fünf Sternen ausgezeichnete Hôtel Hermitage haben passende Arrangements rund um das Event geschnürt.

Wo Karotten der neue Kaviar sind
Den allerersten Michelin-Stern für ein reines Biorestaurant gabs in Monaco – genauer im Elsa im Monte-Carlo Beach Hotel. Das Restaurantkonzept basiert auf den Prinzipien „einfach, gesund und natürlich“ – die Institution bezieht ihre Zutaten von kleinen Biofarmen, von denen 90 Prozent in einem Umkreis von 100 Kilometern liegen. „Für mich bedeutet Luxus, Babyerbsen zu essen, die erst eine Stunde zuvor gepflückt worden sind, oder eine Karotte, die gerade aus dem Boden herausgezogen wurde“, erklärt Küchenchef Paolo Sari. Ein beliebtes Gericht bei seinen Gästen ist „Bio Sama“ – ein kunstvolles Durcheinander von frischem Gemüse und essbaren Blüten, mit Olivenöl und Meersalz aus der Camargue gewürzt. Es lädt Gourmetfans dazu ein, sich auf den wesentlichen Geschmack von Fenchel, wildem Spargel und Co zu besinnen – ebenso wie ein als Eis servierter, mit 25-jährigem Balsamicoessig beträufelter Parmesankäse.

Monaco Spritz und Bier
Einst war Monaco stark von der Landwirtschaft geprägt. Der Anbau von und Handel mit Zitrusfrüchten stellte das Standbein der heimischen Wirtschaft dar. Auch heute noch säumen duftende Orangenbäume die Straßen des Fürstentums. Ein Handwerksbetrieb in Monte Carlo hat sich das monegassische Erbe zu Herzen genommen und sich der Herstellung eines alkoholischen Premiumgetränks rund um die fein-säuerlichen Früchte verschrieben: L’Orangerie nennt sich der herbe Organgenlikör ohne Zusätze, der gerne als Aperitif oder Digestif gereicht wird. Mit Prosecco und Orangenzesten vermischt, servieren Gastronomen den Likör in den angesagten Bars der Stadt als Monaco-Spritz-Cocktail. Besucher des Fürstentums, die statt Cocktails lieber Bier trinken, sollten die neuesten Kreationen der Brasserie de Monaco kosten. Seit Kurzem braut einer der ältesten Betriebe des Fürstentums das luxuriöse Monaco-Bier aus seltenen Malzsorten, das in roten Flaschen mit weißem Logo überall im Land ausgeschenkt wird.

Restaurantwiedereröffnung im Hôtel de Paris
Monacos ikonisches Restaurant Le Grill öffnete im Mai nach einem aufwendigen Umbau in der achten Etage des eleganten Hôtel de Paris in Monte Carlo seine Pforten. Hier tafeln Chefkoch Franck Cerutti und sein Team mediterrane Küche, inspiriert von der Provence bis zur Toskana, auf. Neu sind der maritime Dekor, das private Winston-Churchill-Esszimmer, eine erweiterte Terrasse mit Blick auf das Mittelmeer und das einziehbare Faltdach, das bei schönem Wetter den Blick auf das nächtliche Firmament frei gibt.

http://www.visitmonaco.com

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